Yoga und Meditation: Wie man beide Praktiken kombiniert
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Yoga und Meditation: Wie man beide Praktiken kombiniert

April 16, 2021

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    Routine, der Lebensrhythmus oder Veränderungen können uns überfordern und uns das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung vermitteln. In solchen Momenten greifen wir oft auf Praktiken wie Meditation oder Yoga zurück; und es herrscht die weitverbreitete Annahme, dass diese Praktiken immer zusammengehören, doch obwohl sie es können, müssen sie es nicht unbedingt.

    Welche Gemeinsamkeiten haben Yoga und Meditation?

    Wie bereits erwähnt, sind Yoga und Meditation Disziplinen, die sich gut ergänzen. Um die Gemeinsamkeiten zwischen ihnen zu verstehen, müssen wir uns zunächst ansehen, was die jeweilige Disziplin ist und was sie beinhaltet.

    Wie wir bereits in früheren Beiträgen besprochen haben, ist Yoga – trotz seiner jüngsten Popularitätssteigerung aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Fitness – eine über 5.000 Jahre alte Praxis, die in der indischen Philosophie verwurzelt ist. Diese Disziplin konzentriert sich auf die Harmonie und Synchronisation von Körper und Geist durch verschiedene Körperhaltungen (Asanas) und Atemtechniken. Meditation wird häufig in die Yogapraxis integriert. Yoga bedeutet „Vereinigung“, und tatsächlich ist sein Ziel, Wohlbefinden und Ausgeglichenheit durch die Kombination dieser Elemente zu fördern: Es ist nicht einfach nur ein Training, sondern ein Lebensstil.

    Andererseits wird der Begriff „Meditation“ verwendet, um verschiedene meditative Disziplinen zu beschreiben. Sie alle zielen darauf ab, Stress abzubauen und die Emotionen zu beeinflussen. So ermöglicht Meditation, durch die Stille von Körper und Geist Ruhe zu finden. Moderne Meditationspraktiken haben ihren Ursprung in bestimmten asiatischen Religionen und spirituellen Traditionen und sollen durch verbesserte Konzentration und geistige Schulung zu mehr Bewusstsein und Akzeptanz des eigenen Lebens beitragen. Meditation ist ideal für alle, die lernen möchten, im Hier und Jetzt zu leben und sich weniger in ihren Gedanken zu verlieren. Tatsächlich wird angenommen, dass ein tiefer Entspannungszustand die Gesundheit und das Wohlbefinden verbessern kann.

    Wenn wir die Gemeinsamkeiten dieser beiden Praktiken betrachten, müssen wir bedenken, dass Meditation auf „Dhyana“ basiert, dem siebten Prinzip des Yoga, wie es von Patanjali – einem alten Weisen – formuliert wurde, um Einheit und damit Wohlbefinden zu erlangen. Dhyana ist im Wesentlichen ein Bewusstseinszustand: ein spiritueller Zustand, in dem man die Aufmerksamkeit erfolgreich auf sich selbst gerichtet, äußere Ablenkungen losgelassen und so den unruhigen Zustand des Geistes überwunden hat.

    Diese beiden Praktiken haben einige Vorteile gemeinsam. Beide Disziplinen fördern Klarheit und innere Ruhe, verbessern den Schlaf und die Konzentration im Alltag, helfen Stress abzubauen und tragen durch regelmäßige Übung zu einer besseren Stimmung und einem gesteigerten Wohlbefinden bei. Darüber hinaus haben sie auch bestimmte Gemeinsamkeiten: Man muss sich auf den Körper konzentrieren und ihn bewusst wahrnehmen, auf den Atem achten – da dieser oft den Zeitpunkt und die Abläufe der Übung bestimmt – und in beiden Fällen die Gedanken frei fließen lassen.

    Welche Unterschiede bestehen?

    Im Wesentlichen geht es bei Meditation darum, Ruhe zu finden, ohne dass körperliche Anstrengung nötig ist. Während der Übung sollten Sie still sitzen oder liegen und sich auf Ihren Atem konzentrieren, um Ihren Körper und Ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen. Dazu können Sie sich auf die Gegenstände um Sie herum, auf Geräusche oder auf Ihre eigene Atmung konzentrieren, je nach Meditationstechnik.

    Yoga bedeutet seinerseits Vereinigung, ist aber auch das Mittel, diesen Zustand zu erreichen; und um ihn zu erreichen, muss man die acht von Patanjali formulierten Prinzipien des Yoga berücksichtigen: Yama – die ethischen Prinzipien und Regeln für das Leben in der Gesellschaft –, Niyama – das aus individuellen Disziplinen und Einstellungen zu sich selbst besteht –, Asanas – Körperhaltungen –, Pranayama – die Kontrolle des Atems oder der Lebenskraft –, Pratyahara – das Gefühl der Enthaltsamkeit –, Dharana – Konzentration –, Dhyana – Meditation – und Samadhi – spirituelle Ekstase.

    Wie Sie sehen können, sind die Art und Weisen ihrer Ausübung völlig unterschiedlich: Während es bei der Meditation um Stille geht, beinhaltet Yoga Bewegung; die Ausübung des einen steht jedoch nicht im Widerspruch zum anderen, sondern sie können sich vielmehr vollkommen ergänzen.

    Welche ist besser?

    Die Wahl der Methode, die Ihren Bedürfnissen am besten entspricht, hängt ganz von Ihnen und Ihrem Befinden ab, da beide Methoden zahlreiche Vorteile bieten und Ihnen helfen können, Stress abzubauen und Ruhe zu finden.

    Berücksichtigen Sie Ihre Ziele und Einschränkungen: Eine Verletzung kann Sie beispielsweise daran hindern, bestimmte Asanas während Ihrer Yoga-Praxis auszuführen. Wenn Sie wenig Zeit haben und nur nach dem Essen üben können, ist es möglicherweise ratsam, Ihre Yoga-Praxis zu verschieben, da einige Asanas auf nüchternen Magen – oder zumindest ohne das Völlegefühl nach dem Essen – ausgeführt werden sollten. Wenn Sie hingegen Ihre körperliche Kraft, Flexibilität oder Ausdauer verbessern möchten, ist es ratsam, mit Yoga zu beginnen, um Ihre Gesundheitsziele zu erreichen und alle Vorteile zu erleben.

    Es gibt keine Disziplin, die besser ist als die andere. Am besten probierst du verschiedene Yoga- und Meditationsarten aus und findest die, die am besten zu dir passt. Beschränke dich nicht auf eine einzige Disziplin – wir ermutigen dich, deine Yoga- und Meditationspraxis fortzusetzen; es ist nur eine Frage der Zeit!